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SEEWISTEST

Praxistest SEEWIS-Online - Mai 2001

Wie wird das Törnwetter ? Kein Problem wenn man SEEWIS-Online dabei hat ?
Reicht denn das ?

Ich habe die Software ( aktuelle Version 5.20 ) installiert und ausgiebig getestet. Die Hardware bestand aus einem Notebook, einem Toshiba Libretto ( 32 MB Ram ) mit CD-Rom Laufwerk, dem alten PCMCIA Modem - einer Psion GSM Gold Card und einem datenfähigen Handy. Der Daten- und Faxtransfer wurde zuvor von dem Provider ( D1 oder D2 ) freigeschaltet. Auf dem Notebook war Windows98 installiert.
Die Installation lief ohne Probleme ab. Dann noch schnell die DFÜ- Verbindung einrichten, PC-Karte in den dafür vorgesehenen Slot am Notebook einstecken, Handy mittels Kabel mit der Karte verbinden...Handy einschalten - Netz wird gesucht.
...Der Datendownload ist ja nur in Küstennähe möglich. Aber oftmals reicht das aus - die Planung kann im Hafen erfolgen. Wenn die PC-Karte erkannt worden ist, muss diese im SEEWIS Programm berücksichtigt werden. Die Server-Telefon Nummer hatte ich mit +49 ergänzt ( Einwahl aus den meisten Ländern nach Deutschland notwendig, ggf. 0049 einstellen ) und START gedrückt : jetzt wird die Verbindung aufgebaut. Im Handydisplay erscheint die Rufnummer des angewählten Datenservers. Nach ca. 30 Sekunden beginnt der Datentransfer. Fast ein wenig zu lange...Ich wählte zuvor ein Datenpaket für Nordeuropa aus, Größe ca. 200 Kilobyte. Nach ca. 3 Minuten war der Download vollständig - SEEWIS beendet dann automatisch den Datentransfer. Auch probierte ich die Nokia Data Suite 3.0 aus. Diese Softmodemlösung funktionierte auch tadellos mit einem alten Nokia 6110. Einfach Handy mit dem seriellen Kabel verbinden und in die vorgesehene Schnittstelle im Notebook einstecken. Fertig. Modem im SEEWIS Programm einstellen und abrufen.

Das neue Nokia 6210 unterstützt die HSCSD-Technologie, die eine Datenübertragung bis zu 43,2 KBit/s ermöglicht. In der Praxis werden es aber nur ca. 28 Kbit/s - aber immerhin das 3 fache einer normalen GSM Verbindung. Nachteil: Europaweit steht diese neue Technologie noch nicht überall zur Verfügung. 

Nachdem Datendownload konnte ich ersteinmal das Notebook wieder aussstellen ( aus Zeitgründen ). Die Daten waren ja vorhanden und so konnte ich mir später wieder in aller Ruhe aktuelle Meldungen und Vorhersagen ansehen. Für bestimmte Vorhersageorte ( Gitterpunkte ) hatte ich nun eine detaillierte 3 -Tages-Vorhersage zur Verfügung ( Graphisch und in Textform ). Alle 6 Stunden wurden die Wetterparameter ausgegeben. Für weiter reichende Planungen halfen die 5 Tages-Textvorhersagen. Neben dieser Möglichkeit, Seewetterinformationen zu empfangen, sollten aber andere Möglichkeiten nicht vernachlässigt werden ( Warnungen im Rundfunk oder Navtex, Augenbeobachtungen ). Denn wie man weiss, sind Wettervorhersagen nicht hundertprozentig. Auch können oft bestimmte lokale Effekte nicht oder nur schlecht berücksichtigt werden ( z.B. Düseneffekte, Kapeffekte ).
Auf jeden Fall stimmte die Vorhersage für die nächsten beiden Tage schon ganz gut : Es gab nur eine kleine Zeitverzögerung mit dem Eintreffen einer Front...

Autor : Holger Jens
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